

Frostsicherheit
Als ,,frostsicher“ gelten Fliesen, wenn sie einen 50maligen Frost-Tau-Wechsel schadlos überstehen. Sicher gestellt wird dies durch eine geringe Wasseraufnahmekapazität. Denn nicht allein der Temperaturwechsel beschädigt die Fliese, sondern vielmehr die sich im Scherben befindliche Feuchtigkeit. Diese dehnt sich bei Erreichen des Gefrierpunktes aus und erzeugt feine Risse, in die wiederum – nach dem Auftauen – weiteres Wasser eindringen kann. Mit jedem weiteren Frost-Tau-Wechsel wachsen die feinen Risse an, bis die Fliese schließlich springt. Um die Aufnahme von Wasser zu vermeiden, muss der Scherben somit entweder sehr dicht gesintert werden (z. B. Feinsteinzeug, WAK weniger als 0,1 Vol. %) oder aber eine Glasur, die die offenen Poren ,,versiegelt“.
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